Formsand
Dieses ist ein spezieller, ölgebundener Formensand zur Herstellung
hitzebeständiger Gießformen.
Bitte beachten Sie hierzu auch unser Angebot "Sandformkasten", ein spezielles Werkzeug für
professionelles Arbeiten mit Formensand.
Auszug aus der Arbeitsanleitung - die komplette Beschreibung kann bei Bedarf angefordert werden:
Arbeitsanleitung
Hobby-Techniken fürs ganze Jahr.
Für Jugendliche und Erwachsene.
Zinngießen in Formsand
Vorwort (oder etwas Geschichte)
Gebrauchs- oder Ziergegenstände aus Zinn erfreuen sich heute immer größer Beliebtheit.
Teller, Krüge, Kerzenleuchter und vieles andere mehr schmücken die moderne Wohnung oder Hausbar und verleihen dieser den Hauch Nostalgie, den wir in unserer Zeit so sehr schätzen. Ebenso hoch geschätzt ist Zinn als wertvolles Geschenk mit seinem bleibenden Wert.
Reich verziert oder glatt, noch neu glänzend oder bereits umgeben von der Patina des Alters, die Ausstrahlung eines gut gearbeiteten, schönen Stückes wird das Herz jedes Liebhabers höher schlagen lassen.
Welche Kultur als Erste Zinn entdeckte und es sich für Gebrauchsgegenstände nutzbar machte, ist heute sehr umstritten. In Ägypten, am Euphrat, in China und Indien wurde bei Ausgrabungen bewiesen, daß die Verarbeitung des Zinns bereits den Menschen vor über 5000 Jahren bekannt war. Damit zählt Zinn zu den ältesten bekannten Metallen. Erst im Mittelalter wurde Zinn in größerem Umfang verarbeitet. Hauptsächlich für Gebrauchsgegenstände wie Teller, Kannen und Trinkgefäße. Höhepunkt des Zinngusses war das 16. - 18. Jahrhundert. Gebrauchsgegenstände aus Zinn dienten für breite Schichten des Bürgertums als Ersatz für Silber. Gegenstände aus Silber wurden zu Anfang sowohl in der Form als auch im Dekor nachgeahmt, während später mehr die Fayence als Vorbild diente.
Mit de Renaissance entwickelten sich eigene Formen des Zinns, vor allem mit reichem Reliefdekor. Das Zentrum dieser Entwicklung war Nürnberg. Seit dem späten 18. Jahrhundert wurde das Zinn zunehmend durch das Porzellan verdrängt und das Zinngießen nur noch als traditionelle Volkskunst betrieben. In der heutigen Zeit, in der wir uns zunehmend der Einrichtungen und Lebensgewohnheiten unserer Vorfahren erinnern, hat auch das Zinn als wertvoller Gebrauchs- oder Ziergegenstand wieder an Bedeutung gewonnen.
Die Herstellung von Gegenständen aus Zinn war bisher dem Fachbetrieb vorbehalten. Der Hobby-Bastler mußte sich auch das Gießen von Zinnsoldaten oder ähnlichen in vorgefertigten Formen beschränken, da für Ihn die Herstellung der zum Zinngießen erforderlichen - oft schwierigen - Formen nicht möglich war.
Die gebräuchlichen Gußformen zum Zinngießen sind aus Sand, Gips, Schiefer oder aus Metall. Die Verzierungen erhalten diese durch Relieffieren, Gravieren oder Ätzen (ausgenommen Sandformen).
Die vorliegende Arbeitsanleitung befaßt sich speziell mit dem Zinngießen in Sand. Als Sand wird ein ölgebundener Spezial-Formsand verwendet, der sich besonders gut zum Zinngießen eignet. Die Herstellung einer Gußform aus Formsand ist auch für den Laien mit wenigen Hilfsmitteln zu bewältigen, einige Übung ist allerdings Voraussetzung.
Wenn Sie diese Arbeitsanleitung sorgfältig beachten, wird es auch Ihnen gelingen, kostbare Gebrauchs- oder Ziergegenstände aus Zinn selbst zu gießen. Mit Stolz werden Sie Verwandten und Bekannten Ihr selbst gegossenes Zinn vorführen oder zum Geschenk machen.
Was kann man in Formsand gießen?
Die Palette der Möglichkeiten dies Verfahrenstechnik ist nahezu unerschöpflich. einige Anregungen sollen Ihnen bei der Ideenfindung behilflich sein. Der kreative Bastler wird darüber hinaus noch manches andere, interessante Einsatzgebiet für sich entdecken.
Einige Beispiele:
Relief- Miniaturen, Medaillen, Orden, Wappen, Siegel, alte Münzen (nur alte!)
vollplastische Figuren (Schachfiguren, Zinnsoldaten usw.)
Setzkasten-Miniaturen, Aschenbecher, Kerzenhalter (mehrteilig),
Gläser-Untersetzer, Schnaps-Becher (in Sand nur glatte), Zierlöffel,
Servietten-Ringe, modische Gürtelschnallen,
Zierfiguren für Flaschenkorken,
Ziergriffe für: Flaschenöffner, Korkenzieher, Brieföffner usw.
Schmuck-Schatullen (mehrteilig), Deckel für Bierseidel, Türschilder,
Hausnummern, Miniatur-Spielzeuge (evtl: mehrteilig),
Automodelle (mehrteilig), speziell Oldtimer, Einzelteile für die alte Eisenbahn z.B. Räder.
Grundpreis: 4,95 €/kg