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Borsaeure
Art-Nr.: 6
Borsaeure 1kg
Borsäure ist ein vorbeugendes Holzschutzmittel ( für saure Hölzer wie Eiche )gegen Pilz- und Insektenbefall. Mit Borsäure behandelte Hölzer werden von holzzerstörenden Pilzen und Insekten gemieden. Für schon befallene Hölzer reicht eine Behandlung mit Borsäure nicht aus. Um einer für diesen Fall vorgesehenen Behandlung mit giftigen Holzschutzmitteln zu entgehen, empfehlen wir das umweltschonende Heißluftverfahren von Fachfirmen. Grundsätzlich tritt Schädlingsbefall nur dort auf, wo Holz dauernder Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Konstruktiver Holzschutz, wie z. B.: weite Dachüberstände, ausreichende Hinterlüftung etc., sind bei der Planung zu beachten.
• ANWENDUNG:
Vorbeugender Holzschutz für Dachstühle, Holzverbretterungen, Zäune usw. Dem Wetter ausgesetzte, mit Borsäure behandelte Hölzer müssen mit einer Oberflächen-behandlung, z. B. mit pigmentierter Holzlasur für Außen, versehen werden. Die Borsäure wird sonst herausgewaschen.
• EIGENSCHAFTEN:
- vorbeugend gegen holzzerstörende Pilze und Insekten,
- geruchlos,
- leicht löslich
- dringt gut in das Holz ein,
- leicht zu verarbeiten,
- sehr ergiebig,
- giftig
• ZUSAMMENSETZUNG:
Borsäure H³BO³
• VERARBEITUNG:
Borsäure unter Rühren in handwarmem Wasser lösen (Mengen siehe Verbrauch). Die Borsäurelösung wird durch Streichen, Spritzen oder Tauchen zweimal naß in naß aufgebracht, d. h. die zweite Imprägnierung wird auf die noch feuchte Erstimprägnierung aufgetragen. Zur Erhöhung der Eindringtiefe ist es sinnvoll, die behandelten Hölzer 1 - 2 Tage dicht gestapelt und vor Erdfeuchtigkeit, Niederschlägen und Sonne geschützt zu lagern. Besonderheit: In einzelnen Fällen, insbesondere wenn das Holz zu trocken war, wandert das Borsäure aus und bildet Kristalle. Diese vor dem Überstreichen abfegen.
• REINIGUNG DER WERKZEUGE:
Sofort nach Gebrauch mit Wasser.
• VERBRAUCH:
1 kg Borsäure in 10 l Wasser gelöst, reicht bei „normalem“ Holz für den Baubereich (ca. 20 % Holzfeuchte ) für ca. 20 m². Bei frischem oder durchnäßtem Holz sind 2 kg auf 10 l Wasser nötig. Entsprechend reicht diese Lösung für ca. 40 m². Nach DIN 68 800 soll bei tragenden Holzteilen 50 - 60 g Borsäure pro m² eingebracht werden.
• LAGERUNG:
Kühl und trocken gelagert ist das Borsäure unbegrenzthaltbar. Angerührte Borsäurelösung gut verschlossenund in einem nicht rostenden Gefäß aufbewahren.
Borsäure [10043-35-3]
H3BO3; Orthoborsäure; weißer, kristalliner Feststoff.
Gefahren für Mensch und Umwelt
Mit Acetanhydrid besteht in der Wärme Explosionsgefahr.
Borsäure reizt Augen und Haut, wobei es zu rosa Hautausschlägen kommt. Nach Verschlucken kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Abfall des Kreislaufes, Schock und in den seltensten Fällen zum Koma kommen.
Schwach wassergefährdender Stoff.
Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
Schutzhandschuhe aus Gummi (nur als kurzzeitiger Staub- und Spritzschutz)
Verhalten im Gefahrfall (Unfalltelefon: 112)
Trocken aufnehmen. Als Sondermüll entsorgen. Nachreinigen.
Auf die Umgebung abstimmen (Borsäure selbst ist nicht brennbar).
Erste Hilfe
Nach Hautkontakt: Mit viel Wasser abwaschen.
Nach Augenkontakt: Bei geöffnetem Lid gründlich mit viel Wasser abspülen.
Nach Einatmen: Frischluft.
Nach Verschlucken: Viel Wasser trinken; Erbrechen auslösen. Bei Unwohlsein Arzt konsultieren.
Nach Kleidungskontakt: Beschmutzte, getränkte Kleidung sofort ausziehen.
Ersthelfer: siehe gesonderten Anschlag
Sachgerechte Entsorgung
Feststoffe im Sammelbehälter für Feststoffe sammeln und der Entsorgung zuführen. Lösungen werden je nach Lösungsmittel den Sammelbehältern für halogenfreie bzw. -haltigen Lösungsmitteln zugeführt.
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