Eine Besonderheit bei den Kursmünzen der BRD nimmt das 50 Pfennig Stück mit der Umschrift Bank Deutscher Länder und der Jahreszahl 1950 ein.
Nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs wurde Deutschland unter Verlust der Ostgebiete in vier Besatzungszonen eingeteilt. Amerikanische und britische Zone schlossen sich zu einem vereinigten Wirtschaftsgebiet zusammen. Am 1. März 1948 wurde die Bank deutscher Länder - die Vorläuferin der Deutschen Bundesbank - gegründet. Mit der Währungsreform 1948 wurde die Voraussetzung für die Ausgabe der neuen DM-Kursmünzen geschaffen. Die ersten 1 Pfennig-Münzen wurden in den Umlauf gebracht, gefolgt von 10 Pfennig 1949 und schließlich 5 und 50 Pfennig 1950. Alle Münzen trugen die Inschrift der Bank deutscher Länder.
Inzwischen war das Grundgesetz am 23. Mai 1949 in Kraft getreten, ab 1950 lauete die Umschrift aller Münzen offiziell Bundesrepublik Deutschland.
Vermutlich wegen enger terminlicher Überschneidungen wurden Anfang 1950 irrtümlich noch 30.000 Stück 50 Pfennig mit der alten Umschrift Bank Deutscher Länder geprägt. Damit diese dennoch in den Umlauf gelangen konnten, bedurfte es dafür einer besonderen Bekanntmachung über die Ausgabe von Bundesmünzen vom 14. September 1950. Die 50 Pfennig mit gleicher Umschrift, aber vom Jahrgang 1949, sind sehr häufig vorkommend und ohne besonderen Wert. Gleiches gilt für die 50 Pfennig 1950 G mit der bereits geänderten Umschrift Bundesrepublik Deutschland.
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