Maurits Cornelis Escher wurde 1898 als jüngster Sohn des Ingenieurs Georg Arnold Escher und seiner Frau Sarah in Leeuwarden geboren. Er wuchs in gutsituierten Verhältnissen in einem großzügigen Haus auf. Sein Vater hatte starken Einfluss auf Maurits Leben. Er weckte sein Interesse für die Künste und die Wissenschaften. Dennoch war ihm die Schule verhasst. Nur den Kunstunterricht liebte er; gute Noten erzielte er dort aber auch nicht. 1919 ging Maurits Escher nach Haarlem um Architektur zu studieren. Sein Lehrer Mesquita erkannte Maurits graphische Talente und schon bald wechselte Escher die Kurse, um sich dem Studium der dekorativen Künste zu widmen.
1922 beendete er die Schule und reiste nach Italien. Die südländische Landschaft prägte seine kommenden Zeichnungen und Drucke. Später gründete er eine Familie und lebte nacheinander in Italien, in der Schweiz, in Belgien und in den Niederlanden. Über 30 Jahre lang konnte er kaum genügend Einkommen für den Lebensunterhalt erzielen. Die großzügige Unterstützung seines Elternhauses und seine Beharrlichkeit ließen es zu, dass sich seine Kunst entwickelte. Erst in den Vierziger-Jahren wurde seine Werke in Holland bekannt und 1951 sorgten Artikel in amerikanischen Zeitschriften für seinen weltweiten künstlerischen Durchbruch und seinen Ruhm, der bis heute andauert. Seine Schaffensperiode dauerte bis etwa 1970 an. Er starb 1972 in einem Haus für ältere Künstler in Laren, Nordholland.
Escher ist für die Kunstgeschichte immer ein Problem geblieben. Seine Auseinandersetzung mit perspektivischen Unmöglichkeiten und optischen Täuschungen unterscheidet sich stark von den klassischen Themen bildender Kunst und lässt sich in keiner der klassischen Schubladen einordnen. So wurde Escher von der Kunstwelt lange Zeit nicht als Künstler im klassischen Sinne akzeptiert.
Im Gegensatz dazu wurde Escher schon früh von Wissenschaftlern und Mathematikern sehr geschätzt, da seine sauberen, exakten Arbeiten sich auf eine intuitive und sinnliche Weise mathematischen Themen annähern
und Problemstellungen der Wissenschaft illustrieren. Escher wurde nicht selten zu Mathematik-Vorlesungen eingeladen, obwohl er von sich selbst sagte, er verstünde nichts von Mathematik. Er hielt auch selbst stark frequentierte Vorlesungen über seine Arbeit in ganz Eurpoa.
Das Paradoxe und nicht selten Mystische seiner geheimnisvollen Bilder fand auch Anklang bei Esoterikern und der Pop-Kultur des 20. Jahrhunderts. Seine Bilder wurden als Poster gedruckt und als Plattencover verwendet.
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