Cistrosenkraut geschnitten 1kg

Produktbeschreibung


Cistrosenkraut geschnitten 1kg

Zistrosen

Zistrosen

Salbeiblättrige Zistrose (Cistus salviifolius)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Zistrosengewächse (Cistaceae)
Gattung: Zistrosen
Wissenschaftlicher Name
Cistus
L.

Die Zistrosen (Cistus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae).

Inhaltsverzeichnis
  • 1 Beschreibung
  • 2 Vorkommen
  • 3 Systematik
    • 3.1 Arten
  • 4 Verwendung
  • 5 Quellen
    • 5.1 Literatur
    • 5.2 Einzelnachweise
  • 6 Weblinks
Beschreibung

Die Zistrosen sind stark verzweigte, buschige Sträucher oder Zwergsträucher mit aromatischem Harz, dem Labdanum.[1] Die gegenständigen Laubblätter sind einfach, sitzend oder gestielt. Nebenblätter fehlen.

Der end- oder achselständige Blütenstand ist zymös, trugdoldig oder wickelartig, gelegentlich auch auf eine Blüte reduziert. Die beiden äußeren Kelchblätter sind mindestens ebenso groß wie die drei inneren oder fehlen. Die Kronblätter sind schon in der Knospe geknittert, kurzlebig, weiß, rosa oder purpurn; bei einigen Arten sind sie am Grund gelb oder dunkelrot gefleckt. Die 30 bis 150 Staubblätter sind in mehreren Reihen angeordnet und alle fertil. Meist fünf, selten sechs bis zwölf Fruchtblätter sind zu einem fünf-, selten sechs- bis zwölffächerigen Fruchtknoten verwachsen.

Die verholzten Kapselfrüchte springen fast vollständig entlang der Fächerwände auf. Die zahlreichen Samen sind vieleckig.

Vorkommen

Die Gattung ist im gesamten Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln verbreitet. Die größte Artenvielfalt befindet sich im westlichen Mittelmeergebiet[2] (Frankreich, Spanien, Portugal, Marokko, Algerien). Die Zistrosen bilden einen Hauptbestandteil der Garigue. Sie wachsen auf trockenen, steinigen Flächen, oft auf kalk- und nährstoffarmen Böden.

Systematik

Der Gattungsname Cistus wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum[3] erstveröffentlicht. Typusart ist Cistus crispus L.[4] Ein Synonym für Cistus L. ist Rhodocistus Spach.[5]

Arten
Weißliche Zistrose (Cistus albidus)
Kretische Zistrose (Cistus creticus)
Krause Zistrose (Cistus crispus)
Lack-Zistrose (Cistus ladanifer)
Montpellier-Zistrose (Cistus monspeliensis)

Ausschließlich der Arten der Gattung Halimium, die von einigen Autoren bei Cistus eingeschlossen werden,[4] gibt es etwa 24 Arten in der Gattung der Zistrosen (Cistus):[6][4]

  • Weißliche Zistrose (Cistus albidus L.), ist im westlichen Mittelmeergebiet verbreitet.
  • Cistus asper Demoly & R.Mesa, ist ein Endemit der Kanaren-Insel El Hierro.[7]
  • Cistus chinamadensis Bañares & P.Romero, kommt nur auf den Kanarischen Inseln Teneriffa, La Gomera und El Hierro vor.
  • Clusius-Zistrose (Cistus clusii Dunal), ist im westlichen Mittelmeergebiet beheimatet.
  • Kretische Zistrose, Graubehaarte Zistrose (Cistus creticus L.; Syn.: Cistus incanus auct. non L., Cistus villosus L.), ist im Mittelmeergebiet weit verbreitet, fehlt aber auf der Iberischen Halbinsel und in Frankreich.
  • Krause Zistrose (Cistus crispus L.), ist im westlichen Mittelmeergebiet verbreitet.
  • Cistus grancanariae Marrero-Rodr., Almeida & C.Ríos, ist ein Endemit der Kanaren-Insel Gran Canaria.[8]
  • Verschiedenblättrige Zistrose (Cistus heterophyllus Desf.), kommt in Marokko und Algerien vor.
  • Cistus horrens Demoly, ist ein Endemit der Kanaren-Insel Gran Canaria.[9]
  • Cistus inflatus Pourr. ex Demoly (Syn.: Cistus psilosepalus Sweet), kommt in Spanien und Portugal vor.
  • Lack-Zistrose (Cistus ladanifer L., inkl. Cistus palhinhae Ingram), mit Vorkommen in Frankreich, auf der Iberischen Halbinsel, in Marokko und Algerien.
  • Lorbeerblättrige Zistrose (Cistus laurifolius L.) kommt im nördlichen Mittelmeergebiet von der Iberischen Halbinsel bis Anatolien, außerdem in Marokko vor.
  • Cistus libanotis L., kommt in Spanien und Portugal vor.
  • Montpellier-Zistrose (Cistus monspeliensis L.), kommt auf den Kanarischen Inseln und im Mittelmeergebiet ostwärts bis Zypern vor.
  • Cistus munbyi Pomel, kommt in Marokko und Algerien vor.
  • Cistus ocreatus Chr.Sm. ex Buch, ist ein Endemit der Kanaren-Insel Gran Canaria.[10]
  • Cistus osbeckiifolius Webb, ist ein Endemit der Kanaren-Insel Teneriffa.
  • Cistus palmensis Bañares & Demoly, ist ein Endemit der Kanaren-Insel La Palma.[10]
  • Kleinblütige Zistrose (Cistus parviflorus Lam.), kommt im zentralen bis östlichen Mittelmeergebiet vor.
  • Pappelblättrige Zistrose (Cistus populifolius L.), mit Vorkommen in Frankreich, auf der Iberischen Halbinsel und in Marokko.
  • Cistus pouzolzii Delile (Syn.: Cistus varius auct.), kommt in Frankreich, Marokko und Algerien vor.
  • Salbeiblättrige Zistrose (Cistus salviifolius L.), kommt im gesamten Mittelmeergebiet vor.
  • Cistus sintenisii Litard. (Syn.: Cistus albanicus E.F. Warburg ex Heywood), mit Heimat in Albanien und Griechenland.
  • Beinwellblättrige Zistrose (Cistus symphytifolius Lam.)

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Hybriden, auch unter Beteiligung von drei oder vier Arten, unter anderem:[6]

  • Cistus ×florentinus Lam. (= C. monspeliensis × salviifolius)
  • Cistus ×incanus L. (= C. albidus × C. crispus). Dieser Name war lange für Cistus creticus gebräuchlich.
  • Cistus ×laxus Aiton (= C. inflatus × C. populifolius)
  • Cistus ×ledon Lam. (= C. laurifolius × C. monspeliensis)
  • Cistus ×purpureus Lam. (= C. creticus × C. ladanifer)
Verwendung

Es gibt einige Zuchtformen für mediterrane Parks und Gärten.

Aus den Zweigen und Blättern mancher Arten (wie Cistus salviifolius oder Cistus ladanifer) kann das Harz Labdanum gewonnen werden. Auf einigen griechischen Inseln wurden dazu Ziegen durch Cistus-Bestände getrieben. Am Ziegenfell blieb das klebrige Sekret hängen. Die abgeschnittenen Haare wurden in siedendes Wasser gebracht. Nach der Abkühlung konnte das Harz abgetrennt werden.

Auszüge aus der Graubehaarten Zistrose (Cistus creticus) werden gesundheitsbezogen verwendet; in Griechenland wird sie als Kräutertee getrunken.

Carl von Linné vertrat die Ansicht, dass es sich bei der biblischen "Rose von Scharon" um eine Art der Zistrosen handelte.[11]

Quellen
Literatur
  • Jean-Pierre Demoly, Pedro Montserrat Recoder: Cistus. In: Santiago Castroviejo, Carlos Aedo, S. Cirujano, M. Laínz, P. Montserrat, R. Morales, F. Muñoz Garmendia, C. Navarro, J. Paiva, C. Soriano (Hrsg.): Flora Ibérica. Plantas vasculares de la Península Ibérica e Islas Baleares, Vol. 3: Plumbaginaceae (partim) - Capparaceae. Consejo de Investigaciones Cientifícas, Madrid 1993, ISBN 84-00-07375-4, S. 319-337, PDF-Datei.
  • Dankwart Seidel: Blumen am Mittelmeer. Treffsicher bestimmen mit dem 3er-Check. BLV, München 2002, ISBN 3-405-16294-7.
  • Werner Greuter, Hervé-Maurice Burdet, Guy Long (Hrsg.): Med-Checklist. A critical inventory of vascular plants of the circum-mediterranean countries. Vol. 1: Pteridophyta (ed. 2), Gymnospermae, Dicotyledones (Acanthaceae - Cneoraceae), Conservatoire et Jardin Botanique, Genève 1984, ISBN 2-8277-0151-0, S. 315-317 (online). (Verbreitungsangaben).
  • M. Arechavaleta, S. Rodríguez, N. Zurita, A. García (Hrsg.): Lista de especies silvestres de Canarias. Hongos, plantas y animales terrestres. 2009. Gobierno de Canarias 2010, ISBN 978-84-89729-21-6, S. 142-143, PDF-Datei; 12,5 MB (Verbreitungsangaben).

Quellenangabe:

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