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antik Turkmen Bochara orientteppich 19.Jh Rarität
Art-Nr.: antik Turkmen Bochara
Tekke-Hauptteppich
EZ: 19.Jh.
Zustand: gut
Maße:257x166 cm
Ein antike Hauptteppich mit drei Reihen von Dreizehn Güls auf rotem Fond. Neben dem „Tschemtsche“, findet sich das hier gezeigte „Gurbaka“- Sekundärmotiv am häufigsten zwischen den „Tekke-Güls“ der Hauptteppich im vergleich zu den Arbeiten der Jahrhundertwende sind uns frühre Erzeugnisse, wie das hier abgebildete, bedeutende Sammlerstück, nur in geringer Anzahl erhalten geblieben. Große, rundliche Tekke-Güls und archaisch anmutende Sekundämotive sind in charakteristische Großzügigkeit im Innenfeld angeordnet, das von einer typisch solitären Bordüre umschlossen wird.
Reich und vielfältig ist die angewandte Kunst von Turkmenistan. Tradition der Teppichweberei geht in die uralten Zeiten zurück. Schon in 13. Jahrhundert war der italienische Forschungsreisende, Marco Polo, von der Schönheit turkmenischer Teppiche entzückt. Im XXV. Kapitel seines Buches schreibt er:
" ...die schönsten und feinsten Teppiche werden aus besonders guten und qualitativen Stoffen der roten und anderen Farben geknüpft".
In vielen Ländern der Welt sind turkmenische Teppiche als Buchara-Teppiche bekannt, da sie in dieser alten Stadt Zentralasiens verkauft wurden.
Teppiche gehören untrennbar der Nomaden-Lebensweise des turkmenischen Volkes. Turkmenen benutzten Teppiche nicht nur als Bodenbedeckung, sondern auch für die Befriedigung ihrer ästhetischen Bedürfnisse. Teppichzeugnisse wurden für verschiedene Lebensaspekten vorgesehen: Kamel- und Pferdeschmuck, Wand- und Bodenbedeckung für Nomadenzelte, Schmuck für Hochzeitszüge etc.
Turkmenische Teppiche sind einzigartig, da diese aus dem echten Schaffhaar der Saradscha -Schaffrasse traditionell handgeknüpft werden. Heute ist die Teppichweberei die professionelle Kunst geworden. Geometrisches Ornament und das Vorherrschen der roten Vollfarbe gehören zur künstlerischen Tradition. Ein Quadratmeter eines turkmenischen Teppichs kann bis 400.000 Knoten enthalten.
Seit uralten Zeiten und bis heute benutzen Turkmenen bei der Weberei lediglich Naturfarben und Schaffhaar des Frühlingsschurertrags von Saradscha - Schaffrasse. Dieses Haar ist besonders elastisch und weich.
Die klimatische Bedingungen und Pflanzenwelt Turkmenistans beeinflussen Erzeugnis von festen und haltbaren Stoffen.
In Turkmenistan gibt es verschiedene Stämme, die eigene traditionelle Teppichmuster haben. Der zahlreichste Stamm ist Tecke, der die Umgebungen von Aschgabat, der Hauptstadt Turkmenistans, besiedeln.
Die anderen bedeutenden Stämme sind Jomud (besiedelt hauptsächlich Regionen beim Kaspischen Meer), Tschowdur und Ersary.
Achal-Tecke, Tecke, Pendi. Im Zentrum solcher Teppiche sind in der Regel Achtecker angeordnet. Achteck ist jeweils mit vertikalen und horizontalen Linien auf vier Teilen geteilt: Hintergrund ist abwechselnd dunkel und hell. Das ist nicht nur für Zentralornament, sondern auch für die Farbkombination des ganzen Teppichs charakteristisch.
Andere rauten- und kreuzförmige Figuren werden zwischen dem Hauptornament untergebracht.
Das Teppichzentrum wird mit einem breiten und drei oder vier kleineren Säumen gekantet. Klassische Teppiche werden mit einer schmaler weißer Streife und der Franse natürlicher weißer Haarfarbe geendet. Solche Teppiche werden aus der roten, orangefarbigen, blauen, grünen und schwarzen Schaffwolle von der Kammgarnspinnerei geknüpft. Herrschendes Rot in verschiedenen Farbtonen verleiht dem Teppich die Farbabweichung. Teppichdichte hängt von der Knotenanzahl pro ein Quadratmeter ab und kann bis 200-300Tausend erreichen.
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