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Vampire Weekend
Art-Nr.: XLLP318
Das fängt an, als habe nicht Paul Simon, sondern Van Dyke Parks „Graceland“ aufgenommen. Hinter dem ganz anderes evozierenden Gruppennamen (der Legende nach brauchte man für einen Auftritt dringend einen Namen und griff spontan zu dem Titel eines kruden Films, den Bandmitglied Ezra Koenig gerade drehte) stecken vier weiße New Yorker, die sich sehr frech, doch äußerst charmant bei der Musik Afrikas bedienen und ihren Sound selbstironisch als ‘Upper West Side Soweto’ beschreiben. Die vier können aber nicht nur klauen, sondern wissen mit ihrer Beute auch bestens umzugehen – und schreiben damit Songs von einer Eingängigkeit und vor allem Ungezwungenheit, daß man ihnen den Diebstahl zu keiner Sekunde übelnehmen würde. Das hat weder mit kultureller Ausbeutung, noch mit Weltmusik, noch mit Touristenfolklore zu tun. Stattdessen ist es ein äußerst reizvoller popmusikalischer Ansatz; vergleichbar vielleicht den Balkan-Zitaten bei Zach Condon (Beirut). Und das offenbar vorhandene Gefühl für Arrangements und Klangfarben (daher der eingängliche Parks-Verweis) verspricht noch Großes… (2008)
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