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Mehter Marslari Ceddin Deden Neslin Baban Ottoman M
Art-Nr.: 3357
1- Malazgirt Marsi
2- Merhaba Mehteran Rast Pesrevi
3- Buna Er Meydani Derler
4- Genc Osman
5- Estergon Kalesi
6- Sanli Asker
7- Sanli Sancak
8- Türk Devleti Sen Cok Yasa
9- Mehter Marsi
10- Fetih Marsi (Enstrumental)
11- Sivastopal Önünde
12- Yine de Sahlaniyor
13- Mehter Vuruyor
14- Bin Yasa Türk Milleti
15- Ey Gaziler
16- Ya Allah
17- Aylardan Agustos
18- Neslin Deden Ceddin Baban
19- Cenk Marsi
20- Mehter Duasi
Turkish Ottoman Military Band Music - Mehter Marslari
Die Janitscharenmusik (türkisch Mehter Mar_1, „Die Mehter Märsche“) war ursprünglich die Militärmusik der Osmanen. Gespielt wurde sie von der "Mehterhane", der Militärkapelle des Reiches, und trägt daher eigentlich die falsche Bezeichnung. Eingesetzt wurde die "Janitscharenmusik" zumeist bei Militärparaden, Truppenbewegungen (zur Unterhaltung und zur Vorgabe des Marschtaktes) und anschließenden Schlachten, wobei die mitreißende Musik jeden einzelnen Kämpfer motivieren sollte. Auch die Heftigkeit eines Angriffes während einer Schlacht wurde durch die Musik gelenkt. Es wurden nach Vorgabe des Befehlshabenden schnellere, mittlere und langsame Stücke zur Differenzierung einzelner Stoßangriffe gespielt.
Ein wichtiger Anstoß für die Janitscharenmusik ergab sich 1699, als Österreich und das Osmanische Reich den Vertrag von Karlowitz aushandelten. Zur Feier des Vertrages brachte die türkische Diplomatie gemeinsam mit anderen Künstlern eine Janitscharengruppe zu mehrtägigen Auftritten nach Wien.
Obwohl die Janitscharenmusik in Europa während des 18. Jahrhunderts bekannt war, waren die klassischen Komponisten nicht die ersten, die sie einsetzten. Die ersten Imitatoren waren Militärkapellen. Henry George Farmer berichtet:
Der Verdienst, diese Batterie von Schlagzeugen und Erschütterungen (percussion and concussion) in Europa eingeführt zu haben, gebührt Polen, die in den 1720er Jahren eine vollständige türkische Kapelle vom Sultan erhalten hatten. Russland, das sich nicht ausstechen lassen wollte, suchte 1725 nach einem gleichen Gunstbeweis bei der Hohen Pforte nach, Preußen und Österreich folgten, und in den 1770er Jahren waren die meisten der anderen Ländern auch unter den Einfluss der Janitscharenmusik geraten.
Der Import von Musikern war nur ein temporäres Phänomen, der spätere Brauch war es, die türkischen Instrumente in europäischen Militärkapellen schwarzen Künstlern zuzuweisen, die für ihren Auftritt in exotische Gewänder gekleidet wurden.
Schließlich wurde es möglich, Musik mit Basstrommel, Triangel und Becken zu komponieren, ohne gleich eine türkische Atmosphäre heraufzubeschwören, so dass im späten 19. Jahrhundert in sinfonischen Kompositionen freier Gebrauch von diesen Instrumenten gemacht wurde. So sind langfristig die türkischen Instrumente das Geschenk der türkischen Militärmusiktradition an die westliche klassische Musik geworden. Der Gebrauch des Jargonworts “Türkische Abteilung”, um die Schlagzeuggruppe eines Orchesters zu bezeichnen, hielt sich offensichtlich bis in moderne Zeiten.
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