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Yilmaz Güney - Yol - Sürü - Duvar 3 DVD
Art-Nr.: 3607
Freigabe nur für Erwachsene
Yilmaz Güney 3 DVD Türkische Film
DVD 1 Yilmaz Güney - Yol (Der Weg)
Sprache: Türkisch
Untertitel: Englisch, French, Deutsch
Spieldauer: 105 min.
DVD 2 Yilmaz Güney Sürü (Die Herde)
Sprache: Türkisch
Untertitel: Englisch, French, Deutsch
Spieldauer: 118 min.
DVD 3 Yilmaz Güney Duvar (Die Mauer)
Sprache: Türkisch, French
Untertitel: Englisch, French, Deutsch
Spieldauer: 115 min.
"Yol" (The Road) is the story of five inmates who have been released under condition for a week from a half-closed prison. A wide and detailed panorama of Turkey is drawn with the stories of each inmate during their long journey home by bus and train. These poor and depressed people live under feodal structure of thought and conditions. Witness the "lost lives" of inmates Suleyman, Mevlut, Omer, Memed Salih and Seyit Ali F1rat. In fact, the stroy underlines the reality of the country which is "a prison holding 45 million people both inside and outside "which is revealed through the panorama offered with the stories of each inmate.
La route est l'histoire de route de cinq detenus partis de la maison penitentiaire en permission pour une semaine. Elle trace une vue panoramique de la Turquie extremement large et detaillee par le biais, d'abord du voyage en autobus et en train, et ensuite par les histories des vies des cing detenus pris separement et par des "flashs" de leurs vies. Des hommes pauvres et ecrases vivent dans une structure feodale, sous des pensees et conditions feodales. Elle temoigne aux "vies perdues" des detenus: Süleyman, Mevlüt, Ömer, Memed Salih et Seyit Ali F1rat.
Im Film Yol (Der Weg) geht es um die Reisegeschichten der fünf Häftlinge, welche für eine Woche von dem halboffenen Gefängnis auf freien FuB gestellt worden sind. Zunächst wird mit Hilfe der Lebengeschichten und Schnitte aus deren Erfahrungen einzelner Häftlinge während ihrer Bus - und Zugreisen ein ausführliches Türkeipanorama dargestelt. Die armen und untergekommenen Menschen leben mitten in einer feudalen Gesellschaftsstruktur, feudalen Einstellungen under unter den entsprechenden Umständen. Der Film bezeugt die "verlorenen Leben" der Häftlinge Namens Süleyman, Mevlut, Ömer, Memed Salih und Seyit Ali Firat. Somit betont das aufgrund der Häftlinge erzählte Panorama die Wirklicheit, daB das Land ein groBes Gefangnis von 45 Millionen ist.
Filme, in denen er Regie führte und die Hauptrolle hatte
* 1959 - Alageyik, Bu vatanin Cocuklari
* 1963 - Ikisi de Cesurdu
* 1964 - Her Gün Ölmektense, Kamali Zeybek-Kocero
* 1965 - Kasimpasali, Kasimpasali Recep, Konyakci, Krallar Krali
* 1966 - Aslanlarin Dönüsü, Esref Pasali, Hudutlarin Kanunu, Yedi Dagin Aslani, Tilki Selim
* 1967 - At Hirsizi Banus, Seytanin Oglu
* 1968 - Azrail Benim, Kargaci Halil
* 1969 - Belanin Yedi Türlüsü, Cesur
* 1970 - Imzam Kanla Yazili, Sevgili Muhafizim, Seytan Kayalari
* 1970 - Yigit Yarali Olur (Regie: Ertem Görec, Hauptrollen: Yilmaz Güney, Hülya Kocyigit) 35mm Schwarz-Weiß-Film
* 1982 - Yol, „Der Weg“
* 1984 - Duvar, „Die Mauer“
GÜNEY FILM YAPIMI - Bir Yilmaz Güney filmi
Yönetmen: Zeki Ökten - Senaryo Yilmaz Güney - Müzik Zülfü Livaneli - Oyuncular Tarik Akan - Melike Demirag - Erol Demiröz - Levent Inanir - Tuncel Kurtiz - Meral Niron - Yaman Okay - Görüntü Yönetmeni Izzet Akay
1979 Locarno Film Festivali Altin Leopar
1979 Antwerp Film Festivali Büyük Ödül
1979 Berlin Film Festivali
Uluslar arasi Protestan Film Jürisi Ödülü
Katolik Film Organizasyanu Ödülü
1979 Siyad Ödülleri
1980 Londra Film Festivali BFI Ödülü
1980 Valencia Film Festivali Büyük Ödülü
1980 Belcika Film Festivali Büyük Ödül
Biografi Yilmaz Güney
Yilmaz Güney wurde am 1. April 1937 in Adana geboren und Starb am 9. September 1984 in Paris. Seine Eltern waren Bauern. Schon als 14-jähriger Junge verließ er sein Heimatdorf und kam nach Adana in die Provinzstadt, dort fand er Arbeit als Filmverkäufer. So war es eher Zufall, dass Güney mit Filmen in Berührung kam. Neben der Arbeit besuchte er das Gymnasium. Er begann ein Jura- und Wirtschaftsstudium, doch keines der beiden wurde beendet. Güney beschloss Schriftsteller zu werden und zog in die Großstadt Istanbul, dort widmete er sich dem Kommunismus und dem politischen Klassenkampf. Doch wird Güney nicht als Schriftsteller sondern letztlich als Schauspieler bekannt. Zwischen 1963 und 1966 spielte er in 39 Filmen mit, u. a. in dem sozialkritischem Film „Hudutlarin Kanunu“ (Das Gesetzt der Grenze), einem Schlüsselwerk der „Ulusal Sinema Hakareti“ (Nationale Kino-Bewegung), für den er auch das Drehbuch schrieb, und erlangte dadurch große Popularität. Von 1968 an drehte er vorzugsweise Filme in eigener Regie. Wegen der Darstellung sozialer Missstände wurden seine ersten Werke "Seyyit Han" (1968; Die Braut der Erde) und „Ac Kurtlar“ (1969; Hungrige Wölfe), die in ihrer Mischung aus realistischen und poetischen Stilelementen vom italienischen Neorealismus beeinflusst sind, von der Zensur verboten. Großen internationale Beachtung fand das preisgekrönte Werk „Umut“ (1970; Hoffnung), das bei den Festspielen in Cannes gezeigt wurde. Der Film zeigt das Alltagsleben der not- leidenden Bevölkerung und durfte zunächst ebenfalls nicht gezeigt werden. Es folgten u. a. „Umutsuzlar (1971;Die Verzweifelten), „Agit“ (1971; Der Jammer) und „Aci“ (1971; Der Schmerz). Nach dem Militärputsch 1971 entstanden weitere sozialkritische Filme, die der türkischen Staatsmacht ein Dorn im Auge waren: „Arkadas“ (1974; Der Freund), „Endise“ (1974; Lebensangst) und „Zavalilar“ (1975; Die Armen). Anschließend wurde er ein weiteres Mal in Haft gesetzt und wegen angeblichen Mordes an einem konservativen Richter verurteilt. Während seiner Haftzeit schrieb er Drehbücher, die nach draußen geschmuggelt und realisiert wurden, darunter beispielsweise „Sürü“ (1978; Die Herde, Regie Zeki Ökten) und „Düsman" (1980; Der Feind). Dazu Güney selbst: „Tatsächlich habe ich das Drehbuchschreiben im Gefängnis gelernt. Vorher drehte ich meine Filme in chronologischer Reihenfolge. Da brauchte ich nur wenige Seiten Text. Danach improvisierte ich am Drehort, was sowohl die
Regie als auch den Handlungsfortgang betrifft. Aber als ich im Gefängnis war, brauchte ich Drehbücher aus Granit. Sie mussten perfekt sein. Anders gesagt: Alles musste klar ausgearbeitet werden. Für „Die Mauer“, meinen ersten Film, den ich nach neun Jahren Gefängnis Stück für Stück realisiert habe, habe ich eine Art von Synthese zwischen den beiden Methoden entwickelt. Ich hatte ein sehr ausgearbeitetes Drehbuch, ein sehr genaues, aber ich habe versucht mich nicht zu einem Sklaven machen zu lassen. Ich habe einige Szenen weggelassen, andere angefügt. Der Film hat tatsächlich sein eigenes Leben entwickeln können.“
Textfeld: Die dokumentarische Basis der Filme Yilmaz Güneys ist das Leben und das seiner Umgebung. So ist z. B. der Film „Umut“ (Die Hoffnung) die Geschichte seiner Familie, seines Vaters und seines Bruders. „Sürü“ (Die Herde) schildert die Geschichte der Mutter seiner Freunde. In all seinen Filmen hat es Güney verstanden, die für sein Land zentralen Themen von Entwurzelung, Landflucht und politischer Repression in emotional bewegender Weise und auf höchstem artistischen Niveau auf die Leinwand zu bringen. Obwohl seine Filme immer ein Stück versuchte Unabhängigkeit zeigen, bleiben sie am kurz vor seinem Tod erzählte er, dass ihn die Unterdrückung und die Ausgrenzung aufgrund seiner kurdischen Abstammung stark geprägt hätten. Er habe die nie vergessen können, und so sei auch während seiner großen Erfolge als Schauspieler immer der Wunsch da gewesen, diese Ungleichheit anzuprangern. Aufgrund der starken Unterdrückung des türkischen Staates konnte er nie sein wahres kurdisches Ich zeigen. So scheint es bezeichnend, dass er einmal das Ziel hatte, sechs Filme über je eine Gesellschaftsgeschichte zu drehen. Durch die starke Unterdrückung des türkischen Staates hatte er große Angst sein wahres kurdisches Ich zu zeigen, deshalb konnte er die nur in seinen Filmen zur Geltung bringen. 1981 floh Güney während eines Hafturlaubs über Griechenland nach Westeuropa, wo er fortan an einem geheimen Ort lebte. Nach seiner Ausbürgerung im Jahr 1981 entstand “Yol“ (1982 Der Weg) , sein bekanntestes Werk, das bei den Festspielen in Cannes mit der Goldenen Palme prämiert wurde und das erst 16 Jahre nach seiner Entstehung im März 1999 erstmals in der Türkei in die Kinos kam. Sein letzter Film, „Duvar“ (1983; Die Mauer), schildert eine Revolte in einem Jugendgefängnis und erreichte nicht die Qualität früherer Arbeiten. Es ist schwer zu nachvollziehbar, weshalb Güney selbst in Interviews die Kurdenproblematik kaum thematisiert. So spricht er von sich oft als Ostanatolier. Erst kurz vor seinem Tod 1984 häufen sich seine Aussagen über sein Kurdisch- Sein. Yilmaz Güney starb am 9. September 1984 in Paris.
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