Spätestens seit der Verbreitung der Stereo-Technik war den Hollywood-Produzenten klar, dass zu jedem Film mit Starbesetzung auch die Originalmusik auf Schallplatte folgen musste. Wenn schon der Kinogänger von damals nicht wie heute die Möglichkeit hatte, seinen heimischen Fernseher mit Video zu bespielen, so ließen sich immerhin die gesehenen Filmsequenzen beim Hören der Musik vor dem inneren Auge inszenieren.
Mit der Musik von Henry Mancini, der kurz darauf mit seinem "Pink-Panther"-Theme Weltruf erlangen sollte, gelang eine vortreffliche Vorstellung fürs Ohrenkino. Man spürt, dass hier nicht einfach am Film entlang komponiert wurde, sondern eine Sammlung höchst eigenständiger Charakterstücke entstand, die die Stimmung der Szenen widerspiegelt. Beim Erklingen des landestypischen Musette-Akkordeons ("Bistro") wähnt sich der Hörer unmittelbar am Schauplatz Paris. Doch das ist nur der Anfang. Das rhythmisch geprägte Spektrum erstreckt sich vom launigen Walzer-Tempo über klickernden Latin bis zur Fusion von stampfenden Mambo und französischen Volkston. Soviel Impulskraft und moderne Klangfarben können bei der Kantilene im klassischen Quartettsatz ("Bye, Bye Charlie") Zweifel erwecken, ob sie wirklich zum Film gehört. Doch der Soundtrack hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge und ruft viele weitere musikalische Details in Erinnerung, die am Kino- oder Fernsehabend in der bunten Bilderflut untergehen.
Aufnahme: 1963
Produktion: Joe Reisman
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